Essenbare Wildkräuter:

Ein reiches und gesundes Angebot der Natur. Dieser heimische Superfood finden wir direkt vor unserer Haustür.  

 

Giersch

 

In der Küche:

Giersch hat eine pikante Note und wird als Wildkraut häufig in Kombination mit Brennnesseln, Bärlauch und Löwenzahn gegessen. Junger Girsch kann im Mischsalat, in der Wildkräutersuppe oder zusammen mit Spinat zubereitet werden.

Heilwirkung:

Der auch als Zipperleinkraut bekannte Girsch soll gegen viele Volkskrankheiten, insbesondere gegen Rheuma und Gicht helfen. Sein hoher Kaliumgehalt unterschützt die Entwässerung und Ausscheidung von Harnsäure im Körper. Zudem hat er einen hohen Vitamin C und Eisengehalt.

 

Löwenzahn

  

Vom Löwenzahn können von Februar- November die Blätter, von April- Juni die Blüten und von März (bitter) - Oktober die Wurzeln verwendet werden.

In der Küche:

Der Geschmack der Löwenzahnblätter ist aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe leicht herb und würzig. Je älter die Blätter werden, umso bitterer schmecken sie. Junge Blätter eignen sich sehr gut im Blattsalat, im Wildkräutersalat, in einer Wildkräutersuppe, als Pesto, Löwenzahnhonig oder „Kapern“.

Heilwirkung:

Der Löwenzahn hat einen positiven Einfluss auf sämtliche Verdauungsorgane. Die Bitterstoffe helfen bei Verdauungsbeschwerden, bei Blähungen, Verstopfung und Magenbeschwerden. Zudem wirkt er antioxidativ.

 

Bärlauch

Der Bärlauch ist eines der bekanntesten heimischen Wildkraut. Die zu den Lauchgewächsen gehörende Pflanze ist Heilkraut und Gewürzkraut zugleich. Seine Saison ist im Frühjahr.

In der Küche:

Die Blätter eignen sich für Pesto, im Wildkräuter oder Blattsalat, in der Wildkräutersuppe, in Mehlspeisen und viele andere Zubereitungen. Die Knospen können wie Kapern eingelegt werden.

Heilwirkung:

Die auch als Hexenzwiebel oder Waldknoblauch bezeichnete Pflanze wird vor allem bei Verdauungsstörungen genutzt. Der Bärlauch liefert Chlorophyll, Vitamin C, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffen. Er wirkt entgiftend, entzündungshemmend und abschwellend und unterstützt ein funktionstüchtiges Immunsystem.

Achtung: Verwechslungsgefahr mit Herbstzeitlose und Maiglöckchen.

 

Brennnessel

 

Die Brennnesselblätter können von Februar-Juli, die Triebspitzen fast das ganze Jahr, die Samen von Juli-Oktober und die Wurzeln im Oktober gesammelt werden.

In der Küche:

Die Brennnessel lässt sich in Suppen, als Pesto zu Pasta, als Gemüse mit Spinat oder als Saft im Smoothie verarbeiten und schmeckt bei richtiger Zubereitung sehr gut. Die schmerzenden Brennhaare werden durch Kochen, Dünsten, pürieren oder mixen unschädlich gemacht.

Heilwirkung:

Die Brennnessel enthält Vitamin C, Flavonoide, Carotinoide und Phytosterole, Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium,  Kieselsäure und Eiweiß. Sie wird bei Harn- und Nierenbeschwerden, zur Anregung des Stoffwechsels sowie bei Verdauungsbeschwerden verwendet. Das Kraut wirkt zudem entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, immunsystemstimulierend und schmerzlindernd.

 

Schafgarbe

 

Die gefiederten Blatttriebe werden von März -Juni geerntet

In der Küche:

Die zarten Blatttriebe können bis zur Blüte gegessen werden. Sie werden  für Kräuterquark oder Wildkräutersalat verwendet. Der Geschmack ist leicht bitter, und erinnert mitunter an die Kamille. Mit zunehmender Größe werden die Blätter jedoch bittererer und eignen sich kaum noch zum Verzehr.

Heilwirkung:

Die ätherischen Ölen, Bitterstoffen und Gerbstoffen machen die Pflanze zu einem  Heilkraut. Die Schafgarbe wirkt antibakteriell, appetitanregend, blutreinigend, entzündungshemmend, gefässtonisierend, schmerzhemmend, krampflösend und wundheilen.

 

 Scharbockskraut

 

Die Blätter können von Februar– Mai geerntet werden. Die Blüten sie sind leicht giftig, daher diese nicht verwenden.

In der Küche:

Das Scharbockskraut wird vor allem von Wildkräuterliebhaber gern gegessen. Die Blätter schmecken pfeffrig, leicht säuerlich und dezent bitter. Die jungen Blätter im Vorfrühjahr gelten als die Schmackhaftesten und können im Wildkräutersalat, Kräuterquark, Kräuterbutter oder als Topping für Brotaufstriche verwendet werden.

Die älteren Blätter können bei höherer Dosierung zu Magen- und Darmreizungen oder auch zu Vergiftungserscheinungen führen. Bei normaler Verzehrmenge sind jedoch keine unangenehmen Wirkungen zu erwarten. Jüngere Blätter enthalten grundsätzlich nur sehr geringe Mengen des Stoffs, so dass diese bevorzugt gesammelt werden sollten.

Heilwirkung:

Früher wurden die Blätter des Krauts gegen die Vitamin-C- Mangelkrankheit Skorbut verwendet. Das Scharbockskraut enthält zudem ätherisches Öl und Flavonoide und wirkt entzündungshemmend, leberschützend und antiviral.

 

Taubnessel